Entlebucher Sennenhund
Wer ist der Entlebucher Sennenhund?
Mich hat zwar niemand gefragt. Aber wer fragt schon einen Hund? Ich will nun doch selber Auskunft geben, wer wir eigentlich sind. Es ist richtig, wir sind das, was der Mensch als „richtigen Hund“ bezeichnet, keines dieser Hündchen, die von der Größe her locker auch als Meerschweinchen durchgehen würde. Riesig sind wir allerdings auch nicht. Wir passen problemlos in einen Kombi, so dass dieser auch noch mit Gepäck und nicht ausschließlich mit uns befüllt ist.
Also, wenn ich mich so anschaue – geschmeidige, ausgesprochen hübsche Erscheinung, dreifarbig – überwiegend schwarz, dann braun mit weißen Akzenten. Ja, ich würde sagen, ich bin kräftig, besser: muskulös!, aber in keiner Weise dicklich. Wenn ich so in den Spiegel schaue – ein ganz hübsches Gesicht können wir Entlebucher unser Eigen nennen. Schwarz wieder die Grundfarbe, weiß umspielt unsere Nase mit einem weißen aufsteigenden Strich zur Stirn hin und über den haselnussbraunen Augen jeweils ein brauner Farbakzent. Die Gesamtkomposition unseres Gesichtes vermittelt einen aufgeschlossen und wachen Gesamteindruck.
Ich bin 48 cm hoch (Risthöhe) und 25 Kg schwer als Hündin. Der Rüde wird schon noch etwas größer und auch noch deutlich schwerer. Nicht zu unterschätzen ist mein Bellen. Nicht zuletzt durch diesen tiefen Sound verschaffe ich mir Respekt. Ich bin ausgesprochen athletisch, springe locker aus dem Stand bis auf Schulterhöhe eines Menschen, der so 180 cm groß ist.
Wir sind ziemlich klug und können eine Menge lernen. Darüber hinaus sind wir friedliebend und mögen es nicht, wenn Menschen sich streiten. Da muss man schonmal dazwischen gehen. Wir passen auf unsere Menschen auf. Mit kleinen Kindern geht man besser vorsichtig um. Von außen betrachtet wirkt das manchmal so als ob Angst uns dabei leitet, weil wir lieber mal einen Schritt zurückgehen, wenn sie zu ungestüm auf uns zustürzen.
Entlebucher sind total verspielt – immer und zu jeder Zeit. Bällchen sind für uns das Größte. Da wir Bewegung lieben ist es für uns auch kein Problem mit unseren Menschen zu joggen. Gerne gehen wir auch mit der ganzen Familie spazieren. Menschen sind so unselbständig und vielen mangelt es entscheidend an Orientierung. Man kann nie wissen, ob sie den Weg wieder zurückfinden.
Ach so – wir haben noch drei größere Geschwister in unserer großen Hundefamilie: den Appenzeller, den Berner und den Großen Schweizer Sennenhund.
Schließlich – Entlebucher Sennenhunde sind immer noch etwas Besonderes, was auch damit zusammenhängt, dass mit uns noch kein Film gedreht wurde. Zum Glück! Man will sich ja nicht ständig selber begegnen, nur weil die eigene Rasse zur Mode geworden ist.
Nur so nebenbei, wer das Gefühl bekommen hat, dass ich eingebildet bin, der liegt natürlich falsch.
Ich bin wieder da
Endlich ist es wieder soweit. Es gibt wieder Beiträge vom (das vom hier ist sehr wichtig, denn ich schreibe wieder selber) Entlebucher Sennenhund aus Bremen. Nachdem ich eine längere kreative Pause eingelegt habe, die meine Familie dafür genutzt hat, auf eigene Faust Beiträge über mich zu veröffentlichen, habe ich mich dazu durchgerungen, wieder selber Beiträge zu veröffentlichen.
Ihr glaubt nicht, wie schwer es ist, der eigenen Familie schonend beizubringen, dass man selber wieder schreiben will und darüber hinaus plant ihre alten Beiträge zu überarbeiten. Wie man sieht ist es mir gelungen, meine Familie zur Mitarbeit zu bewegen.
Ich hoffe, mir gelingt es, euch Erlebnisse aus meinem Leben näher zu bringen.
Mit freundlichen Grüßen
Enya Mia vom Gehrshof
Meine Prägezeit

Die rund ersten 14 Wochen sind ja besonders wichtig. Prägezeit nennt man das. Was wir noch so gemacht haben, in dieser Zeit. Einen Tierpark besucht. Besonders interessant war dort das riesige „Bunte Bentheimer Schwein“. Wir sind mit der Deutschen Bahn gefahren, weil ich das auch lernen sollte. Und dann habe ich meine „maritime Reifeprüfung“ bestanden. Zu diesem Zweck haben wir in einem für mich eher wa
ckeligen Viererkanu – drei Menschen und ich – eine Fahrt auf einem Fluss unternommen.
Jetzt bin ich schon 14 ½ Wochen alt, wiege 13 kg und spiele begeistert Frisbee und mit einem Tennisball, den ich auch schon auffangen kann.
