Urlaub in Frankreich (Teil 2)
Ich bin ja bereits im Letzten Teil darauf eingegangen, dass es wichtig ist sich so früh wie möglich ins Auto zu schleichen, wenn man die ersten Anzeichen entdeckt, dass die Menschen in den Urlaub fahren wollen. Autofahren zählt nicht zu meinen größten Vergnügen. Mir wird nicht schlecht, aber ich mag es nicht, hinten im Kombi zu sitzen, sondern – wenn schon Auto fahren -, dann doch bitte auf der Rückbank bei den Menschen. Dann wird man zwischendurch mal gestreichelt. Ist doch viel netter als hinten. Natürlich bin ich auf der Rückbank angeschnallt. Viel Bewegungsfreiheit habe ich da nicht. Egal, Hauptsache nicht hinten drin!
Also wir nach Frankreich. Ziemlich lange Fahrt – und dann Paris. Auf mich haben sie ja nicht gehört. Am späten Freitagnachmittag durch Paris. Klar, da ist Stau. Das dauert. Und dann, das war speziell. Haben die Menschen nicht genug für das Auto zu trinken dabei. Runter von der Stadtautobahn, rein ins Gewühl, Tankstelle suchen und alles bei „menschlicher“ Hitze. Waren die „neben der Spur“, die Menschen. Schließlich, andere Menschen nach dem Weg gefragt, denke ich – habe die Sprache nicht verstanden -, Tankstelle gefunden und dann wieder raus aus dem Gewühl. Abenteuerlich! Schließlich – es war mittlerweile schon ziemlich spät geworden. Menschen telefoniert, versucht Hotelzimmer zu bekommen. Klappte nicht. Was tun? Da hab’ ich ihnen zu verstehen gegeben, dass es doch toll wäre, wenn wir alle mal im Auto übernachteten. Haben wir dann schließlich auch gemacht – drei Menschen und ich – auf einer Raststätte. Ich fand das super, schön kuschelig war das.
Urlaub in Frankreich
Ab und zu werden die Menschen von einer gewissen Geschäftigkeit ergriffen. Sie packen Koffer oder wuseln einfach so durch die Wohnung. Das nennen sie dann Urlaubsvorbereitung.
Was ist Urlaub?
Als Urlaub bezeichnen Menschen die Zeit im Jahr, die sie dafür verwenden wollen, um sich zu entspannen. Meistens fahren sie dafür in ein anderes Land. Und genau an dieser Stelle kommt das Merkwürdige. Die Menschen, zumindest die mit Hund, haben doch schon zu Hause viel Entspannung. Was kann es Schöneres geben als einen ausgiebigen Spaziergang mit seinem Hund zu unternehmen? Oder gar Bällchen spielen! Wozu müssen sie dafür erst wegfahren?
Ein Urlaub beinhaltet über dies noch das Risiko, dass sich die Menschen aus mir absolut unerfindlichen Gründen entscheiden, ihren Hund nicht mitzunehmen. Aus diesem Grund muss man die Menschen immer sehr genau beobachten und jede Gelegenheit nutzen, um ins Auto zu gelangen. Habt ihr es geschafft euch in der Autogarnitur festzukrallen, dann steht vielen spannenden Erlebnissen nichts mehr im Weg.
Dieser Beitrag war der Auftakt zu meiner Urlaub in Frankreich Serie.
Mit dem Hund auf Pilgertour
Ich war dann mal weg. So könnte man den kurzen Pilgerausflug beschreiben, den ich mit meiner Familie unternommen habe.
Was ist pilgern?
Als Pilgern bezeichnen Menschen einen längeren Spaziergang, bei dem sie angeblich die ganze Zeit auf der Suche nach Zeichen sind. Mir persönlich ist aber immer noch rätselhaft, was sie genau gesucht haben, denn jedes mal wenn man interessanten Gerüche oder anderen Dingen gefolgt ist, musste man auch schon wieder die Richtung ändern.
Trotzdem ist und bleibt pilgern eine tolle Sache, denn wann kommt man sonst schon mal in den Genuss, den ganzen Tag spazieren zu gehen und dabei noch Stöckchen oder Bällchen zu spielen, weil die Menschen nicht besseres zu tun haben.
Maritime Reifeprüfung bestanden
Man soll ja eigentlich nicht über seine Familie zu lästern aber langsam wird es doch sehr deutlich. Sie haben ein ziemliches Faible für Wasser. Generell ist das nicht so übel aber aus irgendeinem Grund hat ihnen noch niemand den richtigen Umgang mit Wasser beigebracht. Statt sich mutig und ohne Zögern, wie meine bescheidene Persönlichkeit, in die Fluten zu stürzen, um z.B. einem Ball hinterher zu jagen, wagen sich nur mithilfe von verschiedenen Booten aufs Wasser.
Es reicht ihnen anscheinend nicht, am Tag auf dem Wasser zu sein. Nein, sie verbrachten mehrere Tage und Nächte auf einem Boot.
Unter uns: das Verhalten war ziemlich paradox, denn sie befestigten abends das Boot am Land bestanden aber trotzdem darauf, die Nacht nicht auf dem wenige Zentimeter entfernten Festland zu verbringen, sondern auf dem Boot.
Zu allem Überfluss war ich verpflichtet, die gesamte Fahrt über eine Schwimmweste zu tragen. Man beachte, dass ich das einzige Individuum bin, dass sich zum schwimmen nicht auf eine überdimensionierte Plastikwanne flüchtet. Darüber hinaus erdreisteten sie sich noch, diesen Beitrag die Überschrift Maritime Reifeprüfung bestanden aufzudrücken - ganz so, alsob ich meine Seetauglichkeit erst in diesem Urlaub bewiesen hätte.
Zum Abschluss sollte noch etwas richtig gestellt werden. Der Urlaub war nicht so grausam, wie er vermutlich grade rüberkommt, denn ich hatte die Möglichkeit, oft schwimmen zu gehen und in Kontakt mit französisch sprachigen Hunden zu kommen. Das beeindruckste war aber, dass ich das erste Mal in meinem Leben Kontakt mit salzigem Wasser hatte. Mein Fazit: zum trinken nicht wirklich geeignet, sonst aber ganz witzig.