Adventskalender fuer Hunde?
Sowas Blödes! Ich habe ja lange überlegt, ob ich dazu überhaupt etwas schreiben soll. Aber jetzt ist Weihnachten! Und man stelle sich mal vor, kein Türchen des Adventskalenders ist geöffnet! Keine einzige! Und hinter jedem Türchen steckt doch leckere Schokolade. Ja, ich weiß, Hunde sollen keine Schokolade essen, sagen die Menschen. Tut ihnen nicht gut, meinen sie. Vermutlich sagen sie das nur deshalb, weil sie die Schokolade viel zu gerne selber essen.Ich verstehe das nicht: warum essen meine Menschen die Schokolade nicht. Sie wollen das Bild nicht zerstören, habe ich sie sagen hören. Und das würde passieren, wenn man die Türchen öffnet. Hund muss wissen, mein Bild ist auf dem Kalender. Ich mit Weihnachtsmütze. Wie albern! War das eine Tortur als das Foto gemacht wurde. Dieses bekloppte Stillsitzen und dann noch in dieses blitzende Ungetüm schauen!
Zum Glück habe ich selber einen Kalender bekommen – ein Adventshaus. Und natürlich sind die Türchen geöffnet worden und ich habe jeden Tag ein Leckerli bekommen. Morgen dann das letzte Türchen. Hoffentlich belassen meine Menschen es morgen nicht dabei, sondern legen mir noch etwas Schmackhaftes unter den Tannenbaum. Der Adventskalender mit der Schokolade wäre lecker!
Newsletter
Bedingt durch meine Menschen, die ich ständig bespaßen muss bin ich leider ein ziemlich unbeständiger Blogger. Das ist mir natürlich bewusst und ich habe lange nach einer Lösung gesucht, wie ich meine Leser informieren kann, wenn es mir mal gelingt einen Artikel zu veröffentlichen.
Aus diesem Grund habe ich nun einen Emailnewsletter in den Blog eingeführt. Auf diese Weise erhaltet ihr eine Emailbenachrichtigung, wenn es wieder etwas neues vom "Blogger auf vier Pfoten" gibt.
Entlebucher Sennenhund
Wer ist der Entlebucher Sennenhund?
Mich hat zwar niemand gefragt. Aber wer fragt schon einen Hund? Ich will nun doch selber Auskunft geben, wer wir eigentlich sind. Es ist richtig, wir sind das, was der Mensch als „richtigen Hund“ bezeichnet, keines dieser Hündchen, die von der Größe her locker auch als Meerschweinchen durchgehen würde. Riesig sind wir allerdings auch nicht. Wir passen problemlos in einen Kombi, so dass dieser auch noch mit Gepäck und nicht ausschließlich mit uns befüllt ist.
Also, wenn ich mich so anschaue – geschmeidige, ausgesprochen hübsche Erscheinung, dreifarbig – überwiegend schwarz, dann braun mit weißen Akzenten. Ja, ich würde sagen, ich bin kräftig, besser: muskulös!, aber in keiner Weise dicklich. Wenn ich so in den Spiegel schaue – ein ganz hübsches Gesicht können wir Entlebucher unser Eigen nennen. Schwarz wieder die Grundfarbe, weiß umspielt unsere Nase mit einem weißen aufsteigenden Strich zur Stirn hin und über den haselnussbraunen Augen jeweils ein brauner Farbakzent. Die Gesamtkomposition unseres Gesichtes vermittelt einen aufgeschlossen und wachen Gesamteindruck.
Ich bin 48 cm hoch (Risthöhe) und 25 Kg schwer als Hündin. Der Rüde wird schon noch etwas größer und auch noch deutlich schwerer. Nicht zu unterschätzen ist mein Bellen. Nicht zuletzt durch diesen tiefen Sound verschaffe ich mir Respekt. Ich bin ausgesprochen athletisch, springe locker aus dem Stand bis auf Schulterhöhe eines Menschen, der so 180 cm groß ist.
Wir sind ziemlich klug und können eine Menge lernen. Darüber hinaus sind wir friedliebend und mögen es nicht, wenn Menschen sich streiten. Da muss man schonmal dazwischen gehen. Wir passen auf unsere Menschen auf. Mit kleinen Kindern geht man besser vorsichtig um. Von außen betrachtet wirkt das manchmal so als ob Angst uns dabei leitet, weil wir lieber mal einen Schritt zurückgehen, wenn sie zu ungestüm auf uns zustürzen.
Entlebucher sind total verspielt – immer und zu jeder Zeit. Bällchen sind für uns das Größte. Da wir Bewegung lieben ist es für uns auch kein Problem mit unseren Menschen zu joggen. Gerne gehen wir auch mit der ganzen Familie spazieren. Menschen sind so unselbständig und vielen mangelt es entscheidend an Orientierung. Man kann nie wissen, ob sie den Weg wieder zurückfinden.
Ach so – wir haben noch drei größere Geschwister in unserer großen Hundefamilie: den Appenzeller, den Berner und den Großen Schweizer Sennenhund.
Schließlich – Entlebucher Sennenhunde sind immer noch etwas Besonderes, was auch damit zusammenhängt, dass mit uns noch kein Film gedreht wurde. Zum Glück! Man will sich ja nicht ständig selber begegnen, nur weil die eigene Rasse zur Mode geworden ist.
Nur so nebenbei, wer das Gefühl bekommen hat, dass ich eingebildet bin, der liegt natürlich falsch.
Bild der Woche

Menschen mögen es niedlich. Sie neigen zu Diminutivformen. Mal ehrlich! Wer käme
als Hund dazu, das auf dem Foto abgebildete Teil als „Stöckchen“ zu bezeichnen.
Man sieht die Ausmaße nicht, da der Mensch es nicht ganz fotografiert hat, aber man
ahnt, wie groß dieser Ast ist.
Wenn wir diesen Ast einmal ins Verhältnis zu meinem Körpergewicht setzen und wir
stellen uns vor, ein Mensch würde einen seinem größeren Körpergewicht
entsprechenden Ast tragen, dann hätte er schon ganz schön `was zu schleppen. Ich
will ja gar nicht davon reden, was passieren würde, wenn er diesen Ast zwischen die
Zähne nehmen müsste und so eine Strecke in flottem Tempo zu rennen hätte. Ginge
gar nicht!
Stöckchen spielen! Lassen wir den Menschen ihren Hang zur Verniedlichung, auch
wenn sie Kosenamen für uns finden. Egal, denn: Stöckcken spielen ist natürlich das
Größte! Macht „menschlichen“ Spaß!
Urlaub in Frankreich (Teil 2)
Ich bin ja bereits im Letzten Teil darauf eingegangen, dass es wichtig ist sich so früh wie möglich ins Auto zu schleichen, wenn man die ersten Anzeichen entdeckt, dass die Menschen in den Urlaub fahren wollen. Autofahren zählt nicht zu meinen größten Vergnügen. Mir wird nicht schlecht, aber ich mag es nicht, hinten im Kombi zu sitzen, sondern – wenn schon Auto fahren -, dann doch bitte auf der Rückbank bei den Menschen. Dann wird man zwischendurch mal gestreichelt. Ist doch viel netter als hinten. Natürlich bin ich auf der Rückbank angeschnallt. Viel Bewegungsfreiheit habe ich da nicht. Egal, Hauptsache nicht hinten drin!
Also wir nach Frankreich. Ziemlich lange Fahrt – und dann Paris. Auf mich haben sie ja nicht gehört. Am späten Freitagnachmittag durch Paris. Klar, da ist Stau. Das dauert. Und dann, das war speziell. Haben die Menschen nicht genug für das Auto zu trinken dabei. Runter von der Stadtautobahn, rein ins Gewühl, Tankstelle suchen und alles bei „menschlicher“ Hitze. Waren die „neben der Spur“, die Menschen. Schließlich, andere Menschen nach dem Weg gefragt, denke ich – habe die Sprache nicht verstanden -, Tankstelle gefunden und dann wieder raus aus dem Gewühl. Abenteuerlich! Schließlich – es war mittlerweile schon ziemlich spät geworden. Menschen telefoniert, versucht Hotelzimmer zu bekommen. Klappte nicht. Was tun? Da hab’ ich ihnen zu verstehen gegeben, dass es doch toll wäre, wenn wir alle mal im Auto übernachteten. Haben wir dann schließlich auch gemacht – drei Menschen und ich – auf einer Raststätte. Ich fand das super, schön kuschelig war das.


